Gesellschaft für Erbenservice und Nachlassabwicklung mbH

Abwicklung von Unternehmen

Wenn der Erblasser Unternehmer war oder eine wesentliche Beteiligung an einem Unternehmen (GmbH, OHG, GmbH & Co KG, AG) hatte, muss der Erbe entscheiden, ob er das Unternehmen fortführen möchte. Wenn dies nicht der Fall ist, muss das Unternehmen abgewickelt werden. Hierbei sind zahlreiche rechtliche, steuerliche und betriebswirtschaftliche Anforderungen zu beachten, beispielsweise die Fortführung beziehungsweise Kündigung von Arbeitsverhältnissen, Fortführung beziehungsweise Kündigung von gewerblichen Mietverträgen, Auflösen des Warenbestandes, Abwicklung von langfristigen Lieferverträgen, Veräußerung des Fuhrparks etc.

 

Die Abwicklung eines Unternehmens kann ganz erhebliche steuerliche Risiken für den Erben auslösen.

 

Beispiel:

Max Müller ist alleiniger Gesellschafter der Max Müller Druckerei GmbH. Die Betriebsgebäude der Druckerei stehen auf einem Grundstück, das Max Müller im Privateigentum gehört und das er an die Druckerei vermietet. Max Müller hat das Grundstück im Jahr 1970 für 200.000 DM erworben. In seinem Testament hat er eine gemeinnützige Stiftung als Alleinerbin eingesetzt.

Als Max Müller verstirbt, ist das Grundstück zwei Millionen Euro wert.

Die Stiftung möchte die Druckerei nicht selbst weiterbetreiben und verkauft daher die geerbten Anteile an der Max Müller Druckerei GmbH an ein großes Verlagsunternehmen. Sie behält jedoch das Grundstück, um daraus weiterhin Mieteinnahmen zu erzielen.

Aus einkommensteuerlicher Sicht lag mit der Vermietung des eigenen Grundstücks an die GmbH eine „Betriebsaufspaltung“ vor. Indem die Stiftung die Anteile an der GmbH veräußert, das Grundstück jedoch behält, wird die Betriebsaufspaltung beendet. Steuerliche Konsequenz hieraus ist, dass die stillen Reserven in Form des Grundstücks aufgedeckt werden, und zwar in Höhe der Differenz zwischen dem Preis, zu dem das Grundstück ursprünglich erworben wurde (200.000 DM = 100.000 €) und dem jetzigen Verkehrswert des Grundstücks (zwei Millionen Euro), also in Höhe von 1.900.000 €.

Die Stiftung ist aufgrund ihrer Gemeinnützigkeit zwar grundsätzlich von Ertragsteuern befreit. Dies gilt jedoch nur, soweit sie in einem Wirtschaftsjahr keine Erträge aus einem Geschäftsbetrieb in Höhe von mehr als 35.000 € erwirtschaftet. Aufgrund der Aufdeckung der stillen Reserven wird sie vom Finanzamt aber so behandelt, als hätte sie in dem Jahr des Verkaufs des Unternehmens Erträge in Höhe von 1.900.000 € erzielt. Die Stiftung muss daher für 1.900.000 € sowohl Körperschaftsteuer als auch Gewerbesteuer bezahlen.

 

Dieses katastrophale Ergebnis hätte vermieden werden können, wenn entweder die Veräußerung der GmbH unterblieben wäre oder wenn das Grundstück zugleich mit der GmbH an denselben Erwerber verkauft worden wäre.

 

Wir übernehmen bzw. koordinieren sämtliche für die Abwicklung eines geerbten Unternehmens erforderlichen Schritte.

 

 

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